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Elisabeth-Krankenhaus Thuine
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„Qualität in die Fläche bringen“ 

 

Ambulante Palliativversorgung schwerstkranker Menschen wird Regelleistung 

vb Thuine. Als eine der ersten Einrichtungen in Niedersachsen hat der Palliativstützpunkt Südliches Emsland am Elisabeth-Krankenhaus in Thuine zum 1. November mit den Krankenkassen einen Versorgungsvertrag über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) geschlossen.
 

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„Mit diesem Vertragsabschluss ist nun die Voraussetzung geschaffen worden, die bisherigen Servicedienste des Palliativstützpunktes als Regelleistung anzubieten“, betonte der medizinische Leiter der Sta tion, Dr. Richard Kröger, in einem Pressegespräch. Die SAPV dient dem Ziel, schwerstkranken Menschen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung oder in einer Pflegeeinrichtung zu ermöglichen. „Sie ergänzt damit die bestehenden Versorgungsangebote, insbesondere die der Vertragsärzte, der Palliativstationen und der Pflegedienste, wenn ein besonders aufwändiger Versorgungsbedarf besteht und die anderweitigen ambulanten Versorgungsformen nicht ausreichen“, betonte Palliativkoordinator Gerhard Klues.

Das interdisziplinäre Team des Palliativstützpunktes Südliches Emsland besteht dabei u.a. aus bislang zwölf niedergelassenen Ärzten aus dem südlichen und mittleren Landkreis Emsland, zwölf speziell ausgebildeten Pflegekräften, einer Psychologin, einer Sozialarbeiterin, einer Apothekerin sowie seelsorgerischer Betreuung und bietet den Patienten, deren Angehörigen sowie für den an der Versorgung beteiligten Hausärzten, ambulanten Pflegediensten und den Pflegediensten einen 24-Stunden-Rufdienst.
Die Verordnung der von den Spezialisten der SAPV angebotenen Leistungen kann durch jeden niedergelassenen oder Krankenhausarzt erfolgen. Der verordnende Arzt legt dabei fest, ob eine ärztliche und/oder pflegerische Leistung der Beratung, Mitbetreuung oder Übernahme erforderlich ist.
Nach einem Erstbesuch durch das Team des Palliativstützpunktes – bestehend aus einer Pflegekraft und einem Arzt – werden dann in Absprache mit dem Patienten, den Angehörigen und dem zuständigen Hausarzt die weiteren Maßnahmen abgestimmt und eingeleitet. Hierzu gehört auch die Vermittlung von ambulanten Hospizdiensten.
„Wir können damit unsere Angebote und unsere Versorgungsqualität für schwer kranke Menschen jetzt auch verstärkt in die Fläche bringen“, erklärte der Anästhesist, Privatdozent Dr. Walter Höltermann. Wobei gerade Patienten der 2005 eröffneten Palliativstation in Thuine in Einzelfällen nach der Entlassung auch bislang schon ambulant weiterbetreut wurden – allerdings ohne eine Kostenübernahme seitens der Krankenkassen und damit durch Spenden finanziert.
Zu Hause betreut werden wollen auch im Emsland die meisten älteren oder auch schwer kranken Menschen (siehe auch Grafik). Das Team des Palliativstützpunktes Südliches Emsland am Elisabeth-Krankenhaus Thuine (kleines Foto) kann seine umfangreiche spezialisierte ambulante Palliativversorgung nach Abschluss eines entsprechenden Vertrages mit den Krankenkassen seit dem 1. November nun auch als Krankenkassen-Regelleistung anbieten.



Der Freundeskreis Palliativbetreuung Thuine hilft

Die Rückkehr von schwerkranken Patienten in die gewohnte Umgebung – mit ambulant betreuter Schmerztherapie und ausreichender Symptomkontrolle – ist das Ziel einer Behandlung auf der im Juli 2005 eröffneten Palliativstation im Elisabeth-Krankenhaus in Thuine.

Seit 2008 werden diese Leistungen auch durch den ebenfalls in Thuine befindlichen ambulanten Palliativpflegedienst St. Hildegard angeboten.

Von Anfang an hat der Freundeskreis Palliativbetreuung diese Arbeit unter anderem mit der Bereitstellung von
Fortbildungsmöglichkeiten auch für ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützt. Auch einige die Arbeit erleichternde
Hilfsmittel sowie ein Pkw für die notwendigen Hausbesuche konnten durch die eingeworbenen Spenden schon angeschafft werden.

Ansprechpartnerin ist Dr. Mechtild Möller unter Tel. 05902/1500.(vb)
 
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